Ein neues IT-System für die Hafenverwaltung, das Anfang dieses Jahres in Felixstowe eingeführt wurde, hat sich negativ auf die Zufahrt von Spediteuren zum Hafen ausgewirkt und betrifft nun einen weiteren wichtigen britischen Containerhafen: Southampton.
Da die Container in großen Mengen in Felixstowe eintrafen, wurden die überschüssigen Container nach Southampton umgeleitet, wo sich die Überlastung schnell negativ auswirkte. Aufgrund dieser Containerüberhänge könnten britische Einzelhändler mit wochenlangen Verzögerungen rechnen, wenn es darum geht, ihre Waren rechtzeitig für den Weihnachtsansturm in die Regale zu bringen.
Southampton und Felixstowe in einer Krisensituation
Zwar sind die Engpässe in Southampton letztlich auf Fehler im IT-System von Felixstowe zurückzuführen, doch haben mehrere Faktoren zu dieser unvorhergesehenen Überlastung geführt: Die Entscheidung von Southampton, umgeleitete Fracht aus Suffolk anzunehmen, eine ungewöhnlich hohe Anzahl leerer Container, das übliche saisonale Spitzenaufkommen vor der Hauptsaison, ein Mangel an Fahrern im britischen Containertransport sowie die schlechte Einhaltung der Fahrpläne durch die Reedereien haben dazu geführt, dass sowohl Southampton als auch Felixstowe nun ein kritisches Ausmaß erreicht haben.
Die Auswirkungen von Verkehrsstaus auf die Produktivität
Da bei einigen Reedereien Transportbuchungen bereits zwei Wochen vor der Zollabfertigung erfolgen müssen, nehmen die Verzögerungen rapide zu, und es fallen bereits Liegegebühren an. DP World Southampton versucht, diese Probleme in den Griff zu bekommen, indem es seine Öffnungszeiten am Wochenende verlängert, um die Containerüberlastung und die damit verbundenen Produktivitätsverluste zu bewältigen.
Verzögerungen sorgen bei britischen Einzelhandelsgeschäften für Chaos
In Felixstowe und Southampton können mehrere Schiffe ihre für Großbritannien bestimmten Container nicht entladen, da ihnen die Zeit im Hafen ausgeht. Dies hat dazu geführt, dass rund 3.000 Container mit Importwaren für den Weihnachtsmarkt nach Rotterdam in den Niederlanden umgeleitet wurden, um dort entladen zu werden. Die Rückfahrt nach Großbritannien mit Zubringerschiffen kann die Lieferzeit jedoch um weitere 14 bis 20 Tage verlängern, was bei zahlreichen Einzelhandelsgeschäften im ganzen Land für Chaos sorgt.
Die Überlastungskrise im Vereinigten Königreich wirkt sich auch auf andere Regionen der Welt aus, insbesondere auf Nordeuropa. Sollten die Überlastungen in den Häfen von Southampton und Felixstowe anhalten, dürfte das Jahresende für britische Verlader und Spediteure schwierig werden.
Da sich die Verkehrsprobleme voraussichtlich bis Anfang 2019 hinziehen werden, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sicherzustellen, dass Sie den richtigen Logistikpartner gewählt haben.





























































































