Der Schienengüterverkehrssektor fordert eine wettbewerbsfähigere und nachhaltigere Logistik, die mit Europa vernetzt ist





Der Schienengüterverkehrssektor fordert eine wettbewerbsfähigere und nachhaltigere Logistik, die mit Europa vernetzt ist
(Auszug aus der Veröffentlichung von Monte e Freitas)
Im Hauptsitz des Offiziellen Verbands der Wirtschaftsingenieure von Madrid (COIIM) fand das 1. Jahresforum zur Zukunft des Schienengüterverkehrs statt, eine Veranstaltung, bei der Experten, Unternehmen, Fachleute und Regierungsbehörden zusammenkamen, um die Herausforderungen und Chancen des Schienengüterverkehrs auf der Iberischen Halbinsel zu erörtern.
Organisiert von der Europäischen Allianz für
REDores.eu, die Corell-Stiftung und das COIIM selbst haben das Forum mit dem Ziel ins Leben gerufen, ein Logistiksystem zu fördern, das effizienter und widerstandsfähiger ist und den Anforderungen eines globalen Marktes gewachsen ist.
Derzeit werden in Spanien nur 4,2 % des Güterverkehrs auf der Schiene abgewickelt, womit das Land den niedrigsten Anteil in Kontinentaleuropa aufweist. Diese Zahl unterstreicht die Notwendigkeit, auf ein wettbewerbsfähigeres, nachhaltigeres und europaweit vernetztes Schienennetz hinzuarbeiten.
Herausforderungen und Chancen im Rahmen eines strategischen Vorschlags
Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein strategischer Vorschlag vorgestellt, der sich auf sechs zentrale Säulen stützt, darunter die transeuropäische Konnektivität, die Netzwerkeffizienz, die intermodale Integration und die Vorbereitung der Infrastruktur auf eine zivil-militärische Doppelnutzung, im Einklang mit den strategischen Erfordernissen der Europäischen Union.
Zu den Höhepunkten der Vorträge gehörte die Studie „Der Eisenbahnknotenpunkt Zaragoza: Ein Referenzmodell für das europäische Verkehrsnetz“. Iñaki Barrón de Angoiti, technischer Direktor von cor
REDores.eu erklärte, dass die Studie die Handlungsmöglichkeiten am Eisenbahnknotenpunkt Zaragoza bzw. im dortigen Hauptverkehrsnetz untersucht, insbesondere auf dem Stadtabschnitt Delicias–Miraflores, einem der verkehrsreichsten und wachstumsstärksten Abschnitte des spanischen Eisenbahnnetzes.
Podiumsdiskussionen: Ein tiefer Einblick in logistische Herausforderungen
Das Programm des Forums umfasste drei Podiumsdiskussionen zu verschiedenen Themen rund um die Zukunft der Logistik:
„Herausforderungen bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Verkehrsnetzen: Das transeuropäische Eisenbahnnetz und zivil-militärische Infrastruktur mit doppeltem Verwendungszweck“
Moderator: José Víctor Esteban, Sekretär von cor
REDores.eu und Generalsekretär der Corell-Stiftung
Teilnehmer: An dieser Podiumsdiskussion nahmen Ruth García (Marketingleiterin bei Marcotran), Pedro Ramos (Global Account Manager bei DB Cargo / Transfesa), Jaime González (Leiter für Geschäftsentwicklung und Strategie für Südeuropa bei Ewals), José Ramón Obeso (Mitglied des UOTC-Lenkungsausschusses), José Andrés Arribas (Geschäftsführer von FAPROVE) und Generalleutnant Juan Montenegro Álvarez de Tejera teil.

Diskussion: Die Diskussionsteilnehmer wiesen darauf hin, dass der Straßenverkehr seit Jahrzehnten versucht, auf die Schiene umzusteigen, wenn auch mit vielen Schwierigkeiten. Unternehmen wie Marcotran und Transfesa schätzen öffentliche Investitionen in die Infrastruktur, kritisieren jedoch, dass Bauprojekte ihren laufenden Betrieb beeinträchtigen und dass Subventionen nicht bei den Betreibern oder Verladern ankommen.
Trotz des Engagements der Regierung für den Schienenverkehr sinkt der Anteil des Schienengüterverkehrs weiter und könnte 2025 das dritte Jahr in Folge mit einem Rückgang abschließen.
Zudem gibt es Bedenken, dass die steigende Kapazität im Straßenverkehr die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene beeinträchtigt. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass KMU Schwierigkeiten beim Zugang zum intermodalen Verkehr haben, und es wird vorgeschlagen, dass sie gezielte Unterstützung von der Regierung erhalten.
„Auf dem Weg zu einem wettbewerbsfähigen, nachhaltigen und vernetzten Schienenverkehr auf der Iberischen Halbinsel“
Moderator: Ángel Gil, Vizepräsident von CEL und Leiter des ALIA-Clusters
Teilnehmer: Im Rahmen der Veranstaltung gaben Experten wie Cristina Rodríguez (Leiterin Vertrieb und Geschäftsentwicklung bei der Hafenbehörde von Valencia), Miguel Fañanas (Leiter Geschäftsentwicklung für die Iberische Halbinsel bei Medway) und Ramón Adé (Manager bei tm
Z), Juan Carlos Arocas (Geschäftsführer für Iberien bei Trans Italia) und Juan Diego Pedrero (Präsident von AEFP Privadas – AEFP).
Diskussion: Die Diskussionsteilnehmer betrachten die Schiene als einen wesentlichen Motor für die Seehafenlogistik und als einen echten Hebel für die Entwicklung.
Alle betrachteten das Engagement für die Schiene als fest und strategisch. Ein deutliches Beispiel hierfür ist die Inbetriebnahme der Schienenautobahn im Juni 2024, die das Bekenntnis zu diesem Verkehrsträger widerspiegelt.
Die Schiene ist eine natürliche Erweiterung der Häfen – eine Infrastruktur, die einen Mehrwert für das wirtschaftliche Ökosystem schafft und den effizienten Warenverkehr erleichtert und fördert.
Podiumsdiskussion zum Thema Logistik-Hub-Modelle
Moderator: Federico Aranega, Präsident des Legislativobservatoriums von cor
REDores.eu
Vorträge: Enrique Rivas, CEO (geschäftsführender Gesellschafter) von Easy
Rail stellte den Hub für Mitteleuropa im Detail vor, und Robert Claraco präsentierte den Hub für Südwesteuropa.
Diskussion: In diesem Vortrag stellten die Teilnehmer innovative Modelle zur Optimierung der Güterverkehrsströme und der Effizienz des Logistiknetzwerks vor.

Schlussfolgerungen und Ausblick
Salvador M. Galve, Präsident des Unternehmens
Die REDores.eu Alliance hob das Engagement des Forums für dessen Fortbestand als Ort strategischer Überlegungen zur Förderung eines effizienteren und besser vorbereiteten Logistiksystems hervor.
César Franco, Präsident des Berufsverbands der Ingenieurkammern, der die Abschlussrede hielt, betonte seinerseits, dass der Schienenverkehr ein Schlüsselsektor für die Reindustrialisierung und Wettbewerbsfähigkeit des Landes sei.
In seiner Rede forderte er ein modernes, interoperables Netzwerk, das mit Häfen und der Industrie vernetzt ist und in dem die Infrastruktur im Dienste der Kunden steht. Dabei betonte er, dass die Technik diese Transformation hin zu einem effizienteren, nachhaltigeren und europäischen Logistikmodell anführen müsse.
