Umfrage: Angesichts der weltweiten Unsicherheit blickt mehr als die Hälfte der Finanzvorstände pessimistisch in die wirtschaftliche Zukunft




Die neue „CFO Alliance Pulse“-Umfrage zeigt, dass sich die Prioritäten und strategischen Reaktionen der Finanzverantwortlichen verschieben
18. April 2025
In ihrer jüngsten „Emerging & Midmarket CFO Quick Pulse Survey“ befragte die CFO Alliance über 9.000 Finanzverantwortliche, um deren Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und die Auswirkungen auf ihre Strategien zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen ein Klima der Unsicherheit, eine vorsichtige Neuausrichtung sowie neue Schwerpunkte für CFOs, die sich in einem unsicheren Marktumfeld zurechtfinden müssen.

Das Vertrauen in eine baldige Klärung der US-Zollstrategie ist nach wie vor gering. Fast die Hälfte der Befragten (48,5 %) geht davon aus, dass es mindestens sechs Monate dauern wird, bis Klarheit über die neuen politischen Weichenstellungen herrscht. Weitere 37,9 % rechnen mit einer Wartezeit von 12 Monaten oder mehr. Nur 13,6 % glauben, dass innerhalb von drei Monaten Klarheit herrschen wird; dies zeugt von weit verbreiteter Skepsis und einer abwartenden Haltung unter den Finanzverantwortlichen.
Die Finanzvorstände sind geteilter Meinung darüber, wie sie auf die zunehmende Marktvolatilität und die weltweiten Spannungen reagieren:
Diese vielfältigen Strategien zeugen von einer Mischung aus Vorsicht und strategischer Neuausrichtung in allen Branchen.
Auf die Frage, wie sich die weltweite Konjunkturstimmung und politische Unsicherheiten auf ihre Prognosen auswirken, gab eine Mehrheit (55,4 %) an, dass sich dies im Vergleich zu ihrem ursprünglichen Budget „mäßig negativ“ auswirke. Weitere 18,5 % berichteten von „erheblich negativen“ Auswirkungen. Nur 4,6 % stellten mäßig positive Auswirkungen fest, während 21,5 % keine Auswirkungen sahen.
Angesichts der sich wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen überdenken die Teams in den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen, worauf sie ihre Anstrengungen konzentrieren sollen.
Zu den Bereichen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen, gehören:
Diese Verlagerung der Prioritäten spiegelt eine Tendenz zu mehr Flexibilität, Risikominimierung und strategischer Weitsicht in einem zunehmend komplexen Umfeld wider.
Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit haben fast 70 % der Befragten noch keine Änderungen an ihrer Personalstrategie für 2025 vorgenommen, da sie sich noch in der Evaluierungsphase befinden. Unterdessen haben 18,2 % als Reaktion auf die aktuellen Bedingungen bereits Einstellungs- oder Vergütungsstopps verhängt. Während Finanzverantwortliche sich mit sich wandelnden Handelspolitiken und der Volatilität der globalen Märkte auseinandersetzen, suchen viele Unterstützung in der Zusammenarbeit mit Kollegen – etwa 32 % beteiligen sich an Foren in kleinen Gruppen, die sich auf branchenspezifische Herausforderungen konzentrieren, während fast 26 % an CFO-Rundtischgesprächen teilnehmen, bei denen Szenarioplanung und Prognosen im Mittelpunkt stehen.
Die jüngste „CFO Alliance Pulse Survey“-Umfrage unterstreicht einen klaren Trend: Die Unsicherheit verändert die Denkweise und die Prioritäten von Finanzverantwortlichen in aufstrebenden und mittelständischen Unternehmen. Zwar bleiben viele CFOs vorsichtig, zögern mit unmittelbaren Änderungen an der Personalstrategie oder warten auf Klarheit in der Zollpolitik, doch sind sie keineswegs passiv. Stattdessen konzentrieren sie sich verstärkt auf Finanzmodellierung, Liquiditätsmanagement und strategische Szenarioplanung. Andere legen den Schwerpunkt auf Kostenoptimierung, passen Preismodelle an und überprüfen Lieferantenverträge sowie Lieferantenbeziehungen. Die Daten deuten auf einen Berufsstand im Wandel hin, in dem Anpassungsfähigkeit, Zusammenarbeit und vorausschauende Führung nicht nur wertvoll, sondern unverzichtbar werden, um die Herausforderungen des Jahres 2025 und darüber hinaus zu meistern.
